Im Jahre 1 nach der Kulturhauptstadt
9. Oktober 2011 von Karl-Heinz Hellweg | kein Kommentar
Kaum ein Jahr ist vergangen, seitdem das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt war. Versink(g)t es wieder im Dornröschenschlaf, wie so oft nach lautem Getöse in der Vergangenheit?
Ruhrgebiet kompakt war diese Tour: Stahl, Kohle, IBA, Wohnsiedlungen, alte Zechenbahntrassen, Kultur, Kanäle, Parks, Wissenschaftszentren, Bahnhöfe, Himmelstreppe, Biobauernhof, Bochumer Verein, Thyssen-Krupp, Deutsche Annington, Nacht der tausend Feuer, Stadt der tausend Feuer, Fussballrivalität und Meltingpot, Ruhrgebietsbarone, katzenbuckeln und gestreichelt werden…
Alles in Kurzform auf einer Tour über etwa 60 km von Wanne-Eickel aus über die diversen alten Eisenbahntrassen durch Bochum, Wattenscheid, Essen, Gelsenkirchen hindurch wieder zurück zum Ausgangsort.
Mein Fazit: Wir leben immer noch von der Vergangenheit, obwohl ich nicht verschweigen möchte, dass vieles schöner geworden ist im “Revier”. Meine Anfrage lautet nur, was herausgekommen ist bei so vielen Projekten, bei denen öffentliche Gelder zur Verfügung standen. Die Kommunen sind fast pleite, und immer noch werden Gelder herausgeschüttet, wie für den dreibeinigen Herkules im Nordstenpark. Herr Adam, der Bergbauvergangenheit hat und der uns eindrücklich mit eigenem Hintergrund die Vergangenheit der Zeche Nordstern nahe gebracht hat, geht folgendermaßen damit um: “Der Lümmel guckt nach Schalke, und was mich besonders freut: die Essener können sich seinen Allerwertesten angucken!”
Ob all das aber zur Zukunft des Ruhrgebiets beiträgt, das ist die große Frage. Aber wir Ruhrpöttler, wir haben unseren Spaß gehabt, trotz eines Regenschauers, der zwischendurch unsere warmen Gedanken ein wenig abgekühlt hat.
Mal schauen, wie es weitergeht, mit dem Ruhrgebiet und mit den Radtouren von gruppenradreisen.de
Ich würde mich freuen, wenn die Fotografen unter den teilgenommenen Pedalenquälern vielleicht auch das eine oder andere Bild hier veröffentlichen würden.


