Rad im Netz

Wir möchten Sie an dieser Stelle gerne auf eine kleine „Fahrrad“- Reise durchs Internet mitnehmen. Wir wollen Sie hier aber nicht einfach unter einem Haufen Links begraben, sondern ein wenig erzählen, Hintergründe erläutern und die typischen Themen diskutieren, die das Herz eines Reiseradlers bewegen.

>>Allgemeine Informationen

>>Rund ums Kartenmaterial

>>GPS (Global Positioning System)

>>Zum Thema Unterkunft

>>An- und Abreise

Allgemeine Informationen

Beginnen wir mit dem Allgemeinen Deutscher Fahrradclub (ADFC). Wer ein wenig Zeit investiert, findet hier eine Fundgrube rund um die Themen Fahrrad und Radtouren. Eine umfangreiche Radreisedatenbank findet man unter  Fahrradreisen.de. Hier ist nahezu jeder Radweg mit Kontaktadressen verzeichnet. Auch finden sich hier Hotels entlang der Strecken. Wer sich durch unsere Veranstaltungen nicht angesprochen fühlt, hat hier die Auswahl unter dutzenden anderer Veranstalter weltweit. Eine zweite Anlaufstelle ist der Radweg-Service. Auch hier finden sich zahlreiche Streckenvorschläge, insbesondere die Radklassiker, mit detaillierten Entfernungsangaben, Unterkunftsmöglichkeiten und weiteren Serviceangeboten, wie Gepäcktransport.

Wer Routen sucht, die sich abseits der bekannten Radwege befinden, ist bei Bikemap gut aufgehoben. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenstellung von jeweils persönlich gefahrenen Touren, die Radinteressierte ins Netz gestellt haben – laut Angaben des Homepagebetreibers über 58.000 Vorschläge. Einen besonderen Zugang zum Hobby des Fahradfahrens bietet Bahntrassenradeln, eine deutschlandweite Zusammenstellung von Radwanderwegen und Radwegen auf stillgelegten Eisenbahntrassen.

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Rund ums Kartenmaterial

Bielefelder Verlagsanstalt; der Verlag produziert eine große Palette an Kartenmaterial. Als besonders nützlich haben sich in der Praxis die Spiralos erwiesen. Auch der Bikeline Verlag hat ein umfangreiches Repertoire, mit dem Vorteil, dass längere Radfernwege komplett in einem Exemplar zusammengefasst sind. Die Streckenbeschreibungen werden neben der Kartendarstellung auch detailliert in Textform geschildert. In der Fahrpraxis hat dies jedoch wenig Bedeutung, dann müsste schon ein Hörbuch herhalten. Zur Vorbereitung einer Tour ist das Material jedoch hervorragend geeignet, zumal es viele interessante Tips bezüglich Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten enthält.

Neben einem Blick zu diesen beiden Markführern lohnt sich immer eine Kontaktaufnahme zu regionalen Tourismusorganisationen, die in der Regel immer eigenerstelltes Kartenmaterial zur Verfügung haben. Diese sind, so zeigt die Erfahrung, auch immer „vorne weg“, wenn z.B. ein neuer Radweg eröffnet wird. Beispiel Werseradweg: oftmals genügt es, einfach diese Bezeichnung einzugeben – z.B. www.werseradweg.de In diesem Fall landet Ihr auf den Seiten der Touristik Warendorf, die weiterhilft.

Exemplarisch zwei Tips für regionales Kartenmaterial:

  1. Verlag Dr. Barthel; ganz hervorragende Karten für Vorhaben in den östlichen Bundesländern!
  2. Regionalverband Ruhr; ausgiebiges und gutes Kartenmaterial steht zur Verfügung für den Großraum Ruhrgebiet.

Auch Hotels gehen zunehmend dazu über, eigenes Kartenmaterial zu entwickeln, weil sie daran interessiert sind, Radfahrer für mehrere Tage an sich zu binden, z.B. Hotel Borchers im Emsland, oder die Pension Sperlingshof im Berliner Raum:  Deshalb einfach im Hotel nachfragen!

Für interessierte Tourismusverbände und Hotels bieten wir die Möglichkeit an, Tourenvorschläge auch inhaltlich zu erstellen. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

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GPS (Global Positioning System)

Digitales Kartenmaterial für GPS findet zunehmend Bedeutung. Auch bei unseren Touren möchten wir nicht mehr darauf verzichten. Ein deutschlandweites Grundwerk gibt es von MagicMaps. Hier lassen sich eigene Touren erstellen oder vorhandene Touren aufrufen. Die topografischen Karten der Landesvermessungsämter sind Grundlage der Software, jedes Pättken und jede Gießkanne ist eingezeichnet. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass die Software nach Bundesländern aufgeteilt ist; d.h., wenn ich nun eine Tour plane, die über eine oder mehrere Bundeslandgrenzen hinweg geht, dann brauche ich schon mehrere Softwarepakete. Ganz schwierig wird es, wenn ich dann noch einen kleinen Abstecher ins EU-„Ausland“ machen möchte; da versagt die Software. Etwa alle 18 Monate wird zudem eine neue Nachfolgeversion auf den Markt gebracht, die nicht mehr unbedingt kompatibel ist mit der alten Version. Die Vorgängerversion reicht jedoch allemal und ist überaus brauchbar.

Über Internet sind mittlerweile jede Menge GPS-Tracks abrufbar. Die einzelnen Bundesländer richten Radroutenplaner ein. Vorreiter war das Land NRW mit dem NRW Radroutenplaner; andere Bundesländer ziehen mittlerweile nach, so z.B. Hessen mit www.radroutenplaner-hessen.de, oder Berlin mit www.bbbike.radzeit.de; aber auch hier ist festzustellen, dass der Service an der Landesgrenze aufhört. Bei einer Radtour in die Niederlande hilft dann www.fietsersbond.net im grenznahen Gebiet weiter, aber all das ist noch nicht so ausgereift. Eine private Initiative mit ganz vielen Touren ist gps-tour.info. Hier haben radinteressierte Menschen Routen zusammengestellt; die Initiative ist aber auch berechtigterweise daran interessiert, eigene gefahrene Touren auf den Seiten zu veröffentlichen.

Besonders zu beachten: Wenn ein Hotel abseits der Route liegt, ist daheim am Computer Feinarbeit zu leisten, um unnötige Verirrungen zu vermeiden. Hotels liegen nicht immer am Wege –  genausowenig, wie inhaltliche Anlaufpunkte, die ich auf einer Tour gerne mitnehmen möchte. Deshalb unser Serviceangebot, GPS-Tracks auf Anfrage zur Verfügung zu stellen, die auch solche Faktoren berücksichtigen Kontakt.

Wenn man GPS mit dem Radl nutzen möchte, braucht man auch die entsprechende Hardware. Die Navis, deren Hersteller versprechen, dass sie sowohl für das Auto als auch für Radfahren oder zu Fuß geeignet sind, eignen sich nicht wirklich! Das liegt daran, dass die Akkukapazität nicht ausreicht und in dem geräteeigenen Kartenmaterial Pättkens nicht vorhanden sind – und gerade die möchte man ja nun gerne fahren. Speziell für Outdooraktivitäten gibt es Geräte, z.B. von Garmin. Hier hat sich gezeigt, dass bei der Tour selbst gar nicht unbedingt eine Kartendarstellung erforderlich ist, sondern eine vorher eingespeicherte Linie ausreicht. Sobald meine aktuelle Position, durch ein Dreieck angezeigt, sich auf dieser Linie befindet, weiß ich, dass ich richtig bin. Das macht unabhängig von neuem Kartenmaterial. Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass eine Kartendarstellung besonders in Situationen, die von der Wegeführung nicht eindeutig sind, sehr hilfreich sein kann. Man zahlt für diesen Komfort jedoch einen ganz erheblichen Aufpreis.

Hervorragende Beratung in Sachen GPS gibt es bei www.havellandradler.de. Dort findet Ihr auch eine kleine Broschüre, die in den Gebrauch einweist. Sehr zu empfehlen ist auch das GPS Depot (ganz hervorragend mit günstigen Preisen und auch Tips zu kleinen Dingen wie Halterungen am Rad, die man ja auch braucht).

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Zum Thema Unterkunft

Der ADFC bietet auf der Seite Bettundbike eine Liste von über 5000 Beherbergungsbetrieben, die sich unter dem Aspekt Radlerfreundlichkeit einer Qualitätskontrolle unterzogen haben. Hotelführer gibt es en masse sowohl digital, als auch in Printform. Auf diversen Internetseiten finden sich auch Hotelbewertungen, wie z.B. auf: www.hotelbewertung.de, die aber nicht unbedingt unter Radlerinteressen zu sehen sind. Die Crux liegt im Detail. Hotelinhaber wechseln ständig, die Häuser liegen nicht unbedingt passend zu den Entfernungen, die man zurücklegen möchte, oder sie entsprechen nicht dem persönlichen Budget. Die auf den radspezalisierten Internetseiten genannten Beherbergungsbetriebe sind oftmals früh ausgebucht. Auch fahrradfreundliche Betriebe nehmen häufig lieber zwei Personen für fünf Tage als zehn Personen für Einen. Speziell in Feriengebieten wie Ost- und Nordsee ist es schwierig, ein Zimmer für nur eine Übernachtung zu bekommen. Was hilft? Nur die Ochsentour, Hotels einzeln zu kontaktieren, will man nicht den hohen Preis bei einem kommerziellen Radreiseveranstalter bezahlen und dabei auch noch in Kauf nehmen, dass ein Hotel nur unzureichende Erfahrungen mit den Bedürfnissen von Radwanderern hat. Viele Hotels haben andererseits auch die negative Erfahrung gemacht, dass Radfahrer, insbesondere Radgruppen, Zimmerkontingente frühzeitig gebucht hatten und dann kurzfristig stornierten. Dieses Verhalten seitens der Radfahrer hat zu einer deutlichen Verschärfung der Stornofristen seitens der Hotelbetreiber geführt. Ein höheres Maß an Verbindlichkeit und Verständnis auf beiden Seiten könnte Abhilfe schaffen!

Eine willkommene Hilfe bei der Hotelsuche ist unseren Erfahrungen nach der Rad.Routen.Planer der DeTeMedien, der zwar für Rennradfahrer konzipiert und deshalb zur Routenplanung für Genussradler weniger geeignet, dessen Hotelfunktion jedoch überaus brauchbar ist, um eine passende Unterkunft zu finden. Diese Software basiert auf dem Varta-Guide und enthält auch eine Zusammenstellung von preiswerten familienfreundlichen Betrieben. Auch in der neuen Software von magicmaps (TourExplorer) sind im Kartenmaterial mittlerweile Hotels eingezeichnet, deren Details per Mausklick aufrufbar sind.

Wer sich diese Ochsentour ersparen möchte, dem bieten wir den Service, eine den individuellen Bedürfnissen entsprechende Tour auszuarbeiten (Anfrage).

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An- und Abreise

Immer ein Problem: Die An- und Abreise von Mensch und Rad. Eine Lösung scheint die Bahn zu sein – sie könnte es zumindest sein, wenn sie es nur wollte! Gemeint ist die Deutsche Bahn! De facto werden Fahrtmöglichkeiten mit Fahrradtransport reduziert und auch die Gruppenbuchungsmöglichkeit über das Internetprotal der Bahn erfordert in der Regel starke Nerven. Auch die Radfahrerhotline hilft erfahrungsgemäß nicht wirklich weiter. Für Fahrten im Nahverkehr fühlen sich die Damen und Herren überhaupt nicht zuständig, obwohl man andererseits verpflichtet wird, Gruppen mit Rädern anzumelden. Wenn so eine Anmeldung dann mal gelingt, kann es passieren, dass zum Reisetermin Züge ausfallen, Radkapazitäten doppelt belegt sind, oder gar Schienenersatzverkehr ohne Radtransportmöglichkeit stattfindet. Eine Mitteilung an den Kunden erfolgt in der Regel nicht, obwohl bei der Registrierung alle erforderlichen Kontaktdaten angegeben werden müssen. Einzelreisenden kann es passieren, dass sie einfach mit ihren Rädern am Bahnhof stehengelassen werden.

Mit privaten Bahngesellschaften hingegen haben wir durchweg positive Erfahrungen gemacht. Hier scheint es überhaupt kein Problem zu sein, auch unangemeldet Mensch und Rad von A nach B zu bringen. Vorbildlich ist der Nahverkehr im Berliner Raum! Wer ganz sicher sein möchte, der wende sich an ein Reisebüro in der Region, die er beradeln möchte. Die Zentralstellen der Bahn sind hiermit überfordert.

Alternativen zur Bahn

Fahrgemeinschaften bilden! Viele Leute haben für ihren PKW einen Radtransportträger, an dem immer noch ein Plätzchen frei ist. Auch das Chartern eines Kleinbusses kann eine  Alternative zur Bahn sein. Gute Erfahrungen haben wir diesbezüglich mit „Der Rumtreiber“ in Dortmund gemacht. Einige Adressen gibt es mittlerweile von ADFC-Ortsgruppen und anderen Initiativen, die gegen geringes Geld einen Radtransporter zur Verfügung stellen, z.B. hier im Ruhrgebiet: Radfahrfreunde oder ADFC Ortsgruppe Kamen, Herr Kissing. Bei dieser Variante reicht ein zugkräftiger PKW und die Personen können dann per Bahn anreisen ohne den Stress des Fahrradtransports auf sich zu nehmen.

Zu guter Letzt

Wir hoffen, dass Ihnen diese kleine Reise durch das virtuelle Radnetz Spaß gemacht hat. Wir werden auch diese Seite künftig noch erweitern. Außerdem planen wir, den Besuchern dieser Seite zu ermöglichen, die Tips und Links durch eigene Kommentare zu ergänzen.

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