Die Grafschaft Bentheim und das blaue Blut

Wenn ein Schwerhöriger bestimmte Dinge nicht mitbekommt, dann scheint das normal zu sein für die Umwelt. Komisch ist es nur, dass jene Schwerhörigen an anderer Stelle genau das mitbekommen, was sie wollen.

Mich hatte es erwischt ohrenmäßig bei der Radtour in der Grafschaft Bentheim im Juni 2017. Das ging auf die Konzentration; aber die anderen Sinne waren ja noch da.

Die haben folgendes wahrgenommen:

  • Menschen möchten vieles und das alles auf einmal.
  • Dabei ist eine gewisse Entscheidungsunfähigkeit auffällig, auf welche vorhandenen Möglichkeiten die Wahl trifft. Zeit geht dabei drauf in unnötigen Gedankengängen und Gesprächen, ohne dass neue Erlebnisqualität entsteht.
  • Menschen haben zunehmend Schwierigkeiten in der Balance zwischen Individualinteressen und Gruppenglück. Zur Not steht das eigene im Vordergrund, in der Not nimmt man gerne Hilfe in Anspruch.

 

Nun müsste ich zur Erläuterung aus dem Effeff plaudern, aber das mache ich nicht. Dafür waren die Beteiligten sehr menschlich zwischen „Herrlich, herrlich“ und Herrlich, unglaublich“. Reinhard, Du bist ein herrlicher Mensch, den ich sehr mag.

 

In diesem Spannungsfeld bewegten sich auch die Menschen bei unseren Führungen, die ihrerseits wieder von anderen Menschen erzählt haben.

In Bad Bentheim waren wir, haben Vom Bentheimer Herrgott gehört und vom Bentheimer Gold.

 

In Emsbüren waren wir und durften den Betrieb von Emsflower kennenlernen.

In Nordhorn ging es um die Textilindustrie, eindrucksvoll vorgestellt von Wasser- und von Landseite aus.

 

Grenzenlos radeln hieß es hinterher. Die Euregio hat nicht nur wunderschöne neue Radwege entstehen lassen, sondern sie kümmert sich auch um das grenzüberschreitende Leben und Arbeiten.

 

Zu Gast durften wir sein im Hotel Heilemann in Wietmarschen. Absolut zu empfehlen das Hotel!

 

Ihr alle Mitreisenden seid eingeladen, per Kommentar mitzuteilen, wie Ihr die Wochenendradtour erlebt habt. Die Fotos stammen von Michael Scholle.


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