Industriekultur im bergischen Land

Was haben wir für ein Glück gehabt mit dem Wetter bei unserer Radtour im Bergischen Land am letzten Maiwochenende in 2016. Rundherum war Unwetter, wir haben keinen Regentropfen abbekommen.  Start und Ziel war Hattingen. Es ging entlang alter Bahntrassen über Barmen, Vohwinkel nach Wülfrath, Hier haben wir übernachtet bei toller Verpflegung. Weiter ging es am zweiten Tag über die Niederbergbahntrasse nach Kettwig, von dort entlang der Ruhr zurück zum Ausgangsort. blume

Die alten umgebauten Bahntrassen sind ein Genuss für Radfahrer! Danke an die Initiatoren, die das ermöglicht haben. Hier herrscht richtig Leben. Wanderer, Radfahrer, Skater haben ein neues Paradies bekommen. Einheimische nutzen neue Strecken, um problemloser zur Arbeit und zurück zu kommen. Selbst Einheimische genießen neue Einblicke von der eigenen Stadt, so in Wuppertal entlang der Nordbahntrasse über den Dächern, die teils heile und teils marode sind. Jede Menge an Anlaufpunkten entlang der Trasse! Künstlerprojekte, Rastmöglichkeiten, die von sozialen Einrichtungen betrieben werden und den Menschen, die  auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgrund von Behinderungen keine Chance haben, Perspektiven ermöglichen.

Die Initiativen haben viel geschaffen. Sie ackern aber weiter; nicht geplant, aber passiert, erwarteten uns Brötchen und kalte Getränke am Wegesrand ohne Gegenleistung einzufordern Sie werben für ihre Idee und sie haben mit Sicherheit weitere MitstreiterInnen in unserer Truppe gefunden..

Da kann man ja richtig von lernen!blume

Wer sich über alte Bahntrassen informieren möchte, der möge auf folgenden Link gehen: http://www.bahntrassenradeln.de/

Industriekultur im Bergischen Land war das Thema.

Diverse Buddeleien und Ernte Von Rohstoffen, Textilindustrie, Seifenproduktion, Kalkverarbeitung, Eisenbahngeschichte und Chemie- gegenwart und -entstehungsgeschichte wurden uns eindrücklich bei den Führungen nahegebracht. Herr Schlottner aus Wuppertal ist hier ausdrücklich zu erwähnen.

Zweites inhaltliches Highlight war der Besuch des Zeittunnels in Wülfrath. Die Geschichte unseres Planeten wird hier vorgestellt. Um das Alles für Außenstehende plastischer zu machen: man rolle eine Rolle Klopapier aus, entferne die letzten 50 Blätter. So alt ist die Geschichte unseres Kontinents, aber die Geschichte der Menschheit hat Platz auf dem allerletzten Blättchen. Das reicht wahrscheinlich gar nicht aus, um sich den Hintern damit sauber zu wischen. Die allerletzte Papierfaser von diesem letzten Blättchen steht für die Geschichte des Christentums. Bescheidenheit ist angesagt an allen Orten! Der Planet selbst befindet sich schon im Winter seines Daseins, der Mensch ist Gestalter dieser Welt, aber er ist auf dem Weg, sich selber zu vernichten. blume

Jede Menge ehrenamtliches Engagement war auch zu verzeichnen im Eisenbahnmuseum im Bochum-Dahlhausen. Stahlrösser mit Dampf stehen hier und so manche Besonderheiten.

So manche Besonderheit ist bestimmt auch passiert bei unserer Radtour in der Gruppe.

Vielleicht habt Ihr ja Lust, darüber zu erzählen per Kommentar.

Dahlhausen Schee Wuppertal Zeittunnel


1 Kommentar

  1. 1. Andi

    Kommentar vom 1. Juni 2016 um 14:51

    Es war eine verdammt schöne Tour, auch wenn uns am Ende dat Popöchen wehgetan hat.
    Und mit meiner (unserer) Sonnengöttin konnte ja wettertechnisch nichts schiefgehen 🙂

    Ach ja, Kalle, Du hast die kleinen Steigungen am ersten Tag vergessen zu erwähnen 😉
    Aber, ohne Fleiß, kein Bier.. oder so!

    Und wiedereinmal war es eine Tour, die ohne Pannen ablief, obwohl an den Radwegen vielerorts „Fahrradschlauchautomaten“ standen (sehr lobenswert!!)

    Gruß
    Andi

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