Auf Wikingers Spuren
7. Juni 2011 von Karl-Heinz Hellweg | 1 Kommentar
Wiedermal ist eine wunderschöne Radtour zu Ende. Ich fang mal mit der Auswertung an.
Ich hatte mir ein Würfelspiel überlegt, die TeilnehmerInnen eingebunden und sie gefragt, was ihnen wichtig ist an der Auswertung. Viele Wissensfragen kamen, 50 an der Zahl! Fragen wie:
- was war in Missunde los?
- was hat es mit der Heringswette in Kappeln auf sich?
- wie haben die Hohenzollern auf Schleswig-Holstein Einfluss genommen?
- wie fühlt sich ein Seestern an?
- wie nimmt er seine Nahrung auf, und wie verdaut er?
- was hat Petersilie in einem Bibelgarten zu tun?
- was ist die Realität vom Fischerberuf?
- wie war das mit den Dänen und mit den Preußen?
- welches Tier hat im Eckernförder Wappen seinen Platz und warum?
- welches frauenanlockendes männliches Wesen steht in Kiel auf dem Rathausplatz?
- welcher Eiszeit haben wir diese wunderschöne Landschaft zu verdanken?
- warum gibt es an der Ostsee keine Ebbe und Flut?
- wie heißen die Landarztdrehorte der bekannten ZDF-Serie?
- kennt Ihr die kleinste Stadt Deutschlands?
Ganz viele andere Fragen gab es noch, festgehalten auf Bierdeckeln als Spielfelder. Fragen wie:
- wann werden Seniorenradreisen angeboten ?
- warum steigen wir so früh auf die Räder?
- was hälst Du von Mehrzweckpausen?
- wie hast Du Dir die Gegend an der Schlei vor der Tour vorgestellt?
- warum hat Heinz am Ende einer Tagestour ölverschmierte Hände?
- warum wird Heinz-Werner demnächst ein Bordsteinseminar besuchen?
- warum funktioniert beim Rad vom Horst nur das Rücklicht, warum ist bei der Susanne das Rücklicht defekt?
- gab es Misstöne?
- Was war der Brüller der Tour?
- welcher Vogel hat uns ständig begleitet?
- welches Motto sollte diese Tour haben?
- eine Geschichte am Rande der Tour:
- u.a.
Aber die Antworten gebe ich hier nicht. Um die zu bekommen, hättet Ihr mitfahren müssen, oder Ihr holt es auf eigene Faust nach.
Mein Fazit: eine rundum gelungene Tour, mit Erlebnissen, wie man sie nicht jeden Tag hat!
Mariannes Gedichtle spricht davon und auch Dieters Fotos!
Auf ein Neues!
Kalle
Ich freue mich darauf, wenn Ihr auch einmal dabei seid!


















1. Karl-Heinz Hellweg
Kommentar vom 7. Juni 2011 um 22:02
Schlei(ch)wege
immer wenn ich denke: jetzt kenn’ich den Weg
findet Kalle einen neuen, verschlungenen Steg.
An der Schlei ist’s keineswegs platt
das merken wir abends – dann sind wir schachmatt.
Los geht’s mit der Tour rund um’s Windebyer Noor
mit grusligen Geschichten zur Leiche aus dem Moor.
Tags drauf beeindruckt uns in Kapellen St. Nikolai
und Fische mit Namen am Ufer der Schlei.
In Chalupka’s Bauerngarten
viele romantische Eckchen warten.
Mit einer Einkehr an der Fähre Missunde
beenden wir – ohne Erdbeerbecher – die Runde.
Mancher Frosch zum Prinzen wird, wenn man ihn küsst,
das klappt nicht, wenn das Tier ein Seestern ist.
So ist es doch überhaupt kein Wunder,
wenn sie die Augen verdreht, die Flunder.
Zu bestaunen im Ostsee Info-Center,
frag einen aus Eckernförde, dann sagt er, das kennt er.
Herrschaftliche Gutshäuser laden zum Träumen ein,
die Bausünden von Damp 2000 dagegen kann kaum einer verzeihn.
Selbst Petrus wird dabei ganz blass
und macht uns alle pitschenass.
Swingolfen können wir jetzt zumindest in der Theorie,
vielleicht der Start zu einem neuen Sport – man weiß ja nie.
Skulpturen und Kräuter zum alten Testament,
findet in Schleswig, wer den Bibelgarten kennt.
Gebräuche aus dem Christentum
haun einen Wikinger nicht wirklich um.
Wie auf Haithabu sie lebten vor vielen Jahren
konnten wir aus berufenem Munde erfahren.
Unser nächstes Ziel
heißt Kiel!
Dort starten die großen Schiffe der Touristik
aber mit dem Fahrrad hinzukommen, erfordert eine höhere Logistik.
Ist’s eine Buchstabenspielerei?
Eigentlich müsste die Stadt heißen: Keil
denn in dieser Form ist sie erbaut
auf einer Halbinsel, wenn man unserem Führer vertraut.
Keile und Feuersteine aus längst vergangenen Zeiten,
ob sie echt sind – darüber sich die Gelehrten streiten,
suchen wir selbst an der Ostsee steiler Küste
aus geologischer Sicht man dafür mehr Zeit haben müsste.
Zum guten Schluss geht unsere Fahrt
zur Wyndebyer Noorfischerei Mahrt
das ungewöhnliche Geschwisterpaar
erzählt aus dem Fischereialltag – wie es ist, wie es war.
Mit köstlichen Leckereien aus dem Rauch
treten wir die Rückfahrt an – mit gefülltem Bauch.
Gammelby war idealer Ausgangsort
für Fahrten rund um die Schlei – mal hier, mal dort.
Auch von der Sonne wurden wir meist verwöhnt,
ab und zu einer, der an der nächsten Steigung gestöhnt.
Wir haben eine traumhafte Landschaft er”fahren”
dank Kalle sind wir froh, dass wir dort waren.
Allen, die bei der nächsten Tour, der Märkischen Landpartie, mitmachen wünsche ich eine gute Fahrt und viele schöne Erlebnisse – ich wäre gerne auch dabei
Marianne