Ein offenes Wort

Auf die teilnehmenden Menschen kommt es an!
Die Angebote sind stimmig geplant; die Programme erscheinen attraktiv; mit Hotels sind Absprachen getroffen, damit die Gruppe sich wohlfühlt; die wunderschöne Gegend, die wir durchradeln, spricht eh für sich ; Petrus spielt hoffentlich auch mit; der Reisebegleiter hat sich sorgfältig vorbereitet. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Halt!!! Da sind ja noch die Teilnehmenden! Das sind ja die wichtigsten Personen bei so einer Gruppenradtour. Haben die sich auch vorbereitet und eingestellt auf die gemeinsame Unternehmung?

Damit aus Individualinteressen Gruppenglück entsteht, haben wir Wünsche und Erwartungen an unsere TeilnehmerInnen:

Wir wünschen von unseren Teilnehmenden:
  • Sie sollen Laut geben und artikulieren, was sie möchten. Wer soll erahnen, was nicht gesagt wird?
  • Sie sollen Akzeptanz dafür haben, dass Bedürfnisse von anderen auch eine gleichwertige Berechtigung haben.
  • Sie sollen selbstbewusst sein und für sich sorgen; d.h. auch, sich eine Auszeit gönnen, wenn es die Tagesform nicht erlaubt. Wenn da plausible Gründe dahinterstecken, wird niemand böse gucken.
Absolutes Muss ist, dass TeilnehmerInnen
  • sich konditionsmäßig realistisch einschätzen,
  • im Vorfeld einer Mehrtagestour durch kleinere Fahrten Fitness aufbauen,
  • ein funktionstüchtiges gewartetes Rad zu den Touren mitnehmen,
  • Regeln beachten, die bei einer jeden Tour zu Beginn vom Reisebegleiter vorgestellt werden und die beim Radfahren in einer Gruppe einfach notwendig sind, damit niemand Schaden nimmt oder unterwegs verloren geht.
  • Ersatzteile, wie z.B. einen Ersatzschlauch und Flickzeug dabei haben,
  • ihre ihnen ausgehändigten Reiseunterlagen mit Notfallnummern und Hoteladressen nicht vergessen und „an Bord“ haben,
  • das Mobiltelefon mitnehmen und es auch während einer Tour eingeschaltet haben,
  • an Wasserflasche, Verpflegung für unterwegs, Fahrradschloss, und an Dinge des persönlichen Bedarfs denken.
  • die Bereitschaft haben, sich in der Gruppe gegenseitig zu ergänzen und auch die Sichtweise von Dritten zu akzeptieren,

Wenn dann noch Spaß an der Freude hinzukommt, dann kann nichts mehr schiefgehen.

Ich bin angemailt und gefragt worden, welche körperliche Fitness denn nun vorausgesetzt wird. Deshalb an dieser Stelle noch ein paar Erläuterungen: Die Fitness sollte ausreichen, um 50 bis 65 km am Tag in mehreren Etappen zu schaffen. Etwa 4,5 Stunden am Tag werden radelnd verbracht. Nach einer Stunde Fahrtzeit gibt es eine kurze Pause, nach zwei Stunden eine längere. Zudem bieten die inhaltlichen Programmpunkte Abwechslung.
Natürlich ist eine gewisse Grundfitness Voraussetzung für eine Mehrtagestour. Die beste Vorbereitung aufs Radfahren ist das Radfahren selbst, d.h. im Vorfeld kleinere Etappen durchführen und wenn es nur 10 oder 15 km sind. Radeln in der Gruppe wird allgemein nicht als so anstrengend empfunden, als wenn man allein fährt. Das liegt daran, dass man im Gespräch ist, dass nicht gerast wird, und man nicht so auf die zurückzulegende Strecke fixiert ist. Um sich gemeinsam einzuradeln, haben wir ja auch diverse Tagestouren angeboten (s. Navigation).
Mindestens genau so wichtig, eher wichtiger noch ist ein richtig eingestelltes Rad. Nichtfunktionierende Gänge, die einen ständig aus dem Rhythmus bringen oder ein falsch eingestellter Sattel gehen mehr auf Kondition und körperliche Befindlichkeit.
Dennoch kann es unterwegs mal passieren, dass der Körper sagt: „Heute spricht meine Tagesform gegen Radfahren.“ Wenn das so ist, sollte sich auch niemand scheuen, Laut zu geben und sich eine „Auszeit“ zu gönnen. Deshalb bieten wir ja auch diverse Sternfahrten an, und bei der jeweiligen Haupttour in den Sommerferien von NRW steht durchgängig ein Begleitfahrzeug zur Verfügung, in das man unterwegs einsteigen kann.